Nassau


Die Grafen von Laurenburg erbauten bald nach 1100 im Bereich des Königshofes Nassowa, der 915 dem Stift Weilburg und 993 dem Hofstift Worms geschenkt wurde, die Burg Nassau.

Sie hat weit über den Ort hinaus dem Lande den Namen gegeben. Am Burgberg erinnert das 1953 wiedererrichtete Denkmal an den Reichsfreiherrn vom und zum Stein.
Die Ruine der Stammburg „Zum Stein“, 1234 zuerst erwähnt, zeugt vom Nassauer Burgmannengeschlecht derer vom Stein.
In dem 1621 erbauten Schloss der älteren Linie vom Stein wurde am 25. Oktober 1757 der preußische Staatsmann und Reformer
Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom Stein geboren.

Da er am 29. Juni 1831 ohne männliche Nachkommen starb, ging der Besitz in weiblicher Erfolge auf die Grafen von Kielmannsegge
und dann über die Grafen von der Groeben auf den heutigen Besitzer, den Grafen von Kanitz, über.
Der in der Stadtmitte gelegene prächtige Fachwerkbau wurde 1606/09 als Adelssitz der Stein‘schen Nebenlinie erbaut und kam um 1701 durch Einheirat an die Herren von Adelsheim; daher der Name Adelsheimer Hof.

Er dient heute der Stadt und der Verbandsgemeinde Nassau als Rathaus.
Die ehemals selbstständige Gemeinde Bergnassau -Scheuern wurde 1969 in die Stadt Nassau eingemeindet.
Scheunen des Königshofes Nassau waren, wie der Name es sagt, der Kern des 1163 genannten Ortes Scheuern.
Reste der Stadtmauern erinnern daran, dass Kaiser Karl IV. 1348 auch Scheuern, wie der Stadt Nassau, Stadtrechte verlieh.
Ein befestigter Hof war hier Sitz der Nassau-Idsteiner Kellerei.
Die 1605 bis 1607 als Witwensitz einer Nassau-Idsteiner Gräfin zu einem kleinen Schlösschen ausgebaute Wasserburg ist seit 1855 ein Kernbau der Heilerziehungs- und Pflegeheime Scheuern.